![]() HÖHLENFORSCHUNGSGRUPPE PFULLINGEN E. V. ![]() |
Höhlen
sind einzigartige Biotope, die es zu erhalten gilt. Jeder Besuch ist
ein Eingriff in dieses Ökosystem. So hinterlässt z. B. der
Rauch von Fackeln nicht nur hässliche Rußspuren, sondern
schadet dem Gleichgewicht der gesamten Flora und Fauna. Auch achtlos
weggeworfener Müll wie z. B. Schokoladenpapierchen oder sogar Batterien
bedeuten eine schwerwiegende Störung des Ökosys-tems. Da oft
eine direkte Verbindung zum Grundwasser besteht, gelangen die Giftstoffe
aus dem Müll sehr schnell in den Nahrungskreislauf und somit auch
auf unseren Tisch zuhause. Dies gilt auch für die heute noch anzutreffende,
sorglose Tierkadaverbeseitigung in Dolinen und Schächten auf der
Schwäbischen Alb.
Jeder
Besucher einer Höhle sollte sich an das Höhlenschutzmotto
halten: Die Befahrung einer Höhle birgt auch einige Risiken (niedrige Temperaturen, absolute Dunkelheit, tiefe Schächte, Hochwasser). Falsche Ausrüstung, mangelnde Ausbildung und schlechte Vorbereitung können schwere, teilweise sogar tödliche Unfälle nach sich ziehen. Daher ist es unbedingt erforderlich unter fachkundiger Anleitung die entsprechende Kenntnisse zu erlernen. |
Interesse
an mehr Info's ?
Wer uns gerne treffen möchte, um mit uns Erfahrungen auszutauschen, seine Kenntnisse erweitern möchte oder einfach mal hören möchte, was wir zu erzählen haben wir treffen uns jeden ersten Freitag im Monat ab 20 Uhr im Gasthaus Adler in Pfullingen (nähe Avia Tankstelle). In den Sommermonaten sind wir auch öfters in unserem Vereinsheim am Freibad in Pfullingen zu finden.
Höhlenforschungsgruppe
Pfullingen e. V. Tel. 07121 77944
presse@hfgp.de www.hfgp.de www.höfo.de |
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Im
Jahre 1989 haben Pfullinger und Lich-tensteiner Höhlenfreunde die
Höhlenforschungsgruppe Pfullingen e. V. gegründet. Wir beschäftigen
uns mit der Erforschung und Dokumentation von Höhlen und lassen uns
faszinieren von dem, was die Natur erschaffen hat. Uns reizt das Unerforschte
zu entdecken mit Ehrfurcht und Respekt vor der Natur.
Die Schwäbische Alb entstand vor über 200 Millionen Jahren. Aus den Ablagerungen des Jura-Meeres bildeten sich verschiedene Gesteinsschichten. Plattentektonik, Vulkane, Meteoriteneinschläge und die Witterung formten die Landschaft wie wir sie heute kennen. Aber auch unterirdisch veränderte sich das Gestein. Wenn Regenwasser sich in der Luft und im Boden mit CO2 verbindet, ist es in der Lage Kalk zu lösen. Risse werden zu Spalten, verschiedene Höhlen- und Kluftsysteme entstehen. Bäche und Flüsse ver-schwinden von der Oberfläche, um auf vielfach unbekannten Wegen in einer Karstquelle wieder zum Vorschein zu kommen. Verlässt das mit Kalk gesättigte Wasser das Gestein, wird der Kalk wieder ausgefällt. Über die Jahrtausende wachsen so in den Höhlen außergewöhnliche Sinterbildungen in den verschiedensten Formen und Farben. Was gibt es in diesen dunklen, kalten und nassen Orten zu erforschen ? |
Höhlen
sind Zeugen der Vergangenheit.
Teilweise durch die Unzugänglichkeit blieben viele prähistorische Reliquien der Höhlennutzung erhalten. Aus den verschiedenen Schichten der Sedimente und den Höhlen selbst können Rückschlüsse auf Niederschlagswerte, Temperaturen, Flora und Fauna gezogen werden. Höhlenmalereien, versinterte Spuren, Knochenfunde von Menschen und Tieren geben der Wissenschaft Aufschluss über längst vergangene Zeiten. So sollte jeder Schritt in einer Höhle bedacht sein, um nicht in Sekunden das zu zerstören, wofür die Natur Millionen von Jahren gebraucht hat. In einer Höhle herrschen das ganze Jahr über konstante klimatische Bedingungen, welche sich durch gleich bleibende Temperaturen (durchschnittlich 8°C) und eine hohe Luftfeuchtigkeit auszeichnen. Hier existiert ein eigenes, sehr empfindliches Ökosystem aus Mikroorganismen, Tieren und Pflanzen, die sich an ein Leben in völliger Dunkelheit angepasst haben. Im Eingangsbereich fühlen sich der Streifenfarn und die Hirschzunge heimisch. Aber auch die Köcherfliege, Höhlenspinnen und -käfer fühlen sich an den feuchtkühlen Felswänden wohl. Im Wasser leben Brunnenschnecken und Höhlenflohkrebse. |
Die
wohl bekanntesten Höhlenbewohner sind die mittlerweile vom Aussterben
bedrohten Fledermäuse.
Durch ihre Echoortung können sie sich problemlos in der Dunkelheit orientieren. In den Sommermonaten verschlafen sie den Tag in Dachstühlen, Mauerspalten oder hohlen Bäumen. In der Dämmerung gehen sie auf die Jagd nach Insekten. Fallen im Herbst die Temperaturen und wird das Nahrungsangebot immer knapper, ziehen sich die Fledermäuse zum Winterschlaf in die Höhlen zurück. Dabei reduzieren sie Ihren Stoffwechsel auf ein absolutes Minimum und zehren von den im Sommer angelegten Fettreserven. Werden sie in dieser Zeit gestört, wachen sie auf. Dies führt dazu, dass Ihre Fettreserven aufgebraucht sind, bevor sie im Frühjahr wieder auf Nahrungssuche gehen können. Daher sollte in der Fledermausschutzzeit vom 31. Oktober bis 31. März auf einen Höhlenbesuch verzichtet werden. Zu jeder Erforschung einer Höhle gehört am Ende natürlich auch die Vermessung und die Dokumentation aller gesammelten Daten. Mit Hilfe der Pläne können mögliche Fortsetzungen gefunden werden und Rückschlüsse auf das frühere Landschaftsbild gezogen werden. |
Diesen Text oben können Sie gerne auch als Flyer downloaden. Dazu bitte hier klicken!
In den Sommermonaten sind wir auch öfters in unserem Vereinsheim zu treffen.
Wer interesse hat, der soll bitte mit uns in Kontakt treten.!!!!
Unser Vereinsheim:auf Pfullinger Gemarkung wurde in Eigenleistung 2002 bis Anfang 2003 weitgehend wohnlich eingerichtet. |
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Spendenkonto: KSK-Reutlingen
BLZ 640 500 00 Konto-Nr. 60 56 49